Wandern in den Hohen Tauern

Wandern im Nationalpark Hohe Tauern

Wandern im Nationalpark Hohe Tauern ist für jeden ein besonderer Genuss und bestimmt ein Ausgleich zum stressigen Alltag. Entlang von rauschenden Gletscherbächen, vorbei an idyllischen Bergseen, durch satte grüne Almwiesen, über felsige Bergrücken, hinauf über steile Felswände – Österreichs größter Nationalpark bietet für jedes Bergsteigerherz das richtige Terrain.

Auf rund 1800 km² findet man unberührte Flecken in mitten einer einmaligen Berg- und Naturkulisse vor. Sowohl Erholungssuchende, als auch wilde Abenteurer kommen auf ihre Kosten: markierte und gut befestigte Wege und Steige, bewirtschaftete Almen und Berghütten und unzählige Routen laden zum Wandern und Verweilen ein.

Im Folgenden finden Sie Wandertouren im Nationalpark Hohe Tauern rund um Mittersill für gemütliche Wanderungen mit der gesamten Familie, fortgeschrittene Bergfexe und Profi-Bergsteiger:

Der Schmetterlingslehrpfad in Uttendorf

Der Schmetterlingslehrpfad in Uttendorf/Weißsee ist eine spannende und lehrreiche Wanderung für Groß und Klein.

Wanderung in den Hohen Tauern

Der Nationalpark Hohe Tauern bietet unberührte Natur!

Naturfreunde bekommen einen sehr guten Einblick in die Welt der Schmetterlinge und außerdem können sie den Pfad als Zubringerweg zum Keltendorf am Steinerbichl sehen – sie schlagen also zwei Fliegen mit einer Klatsche.

Nach der ersten Informationstafel ist ein Trockenhang zu überqueren, wo man die wärmeliebenden Falter beobachten kann. Über Holztreppen geht es weiter zum schattigen Steinergraben. Hier kann man auf lauschigen Sitzgelegenheiten die Schönheit der Natur genießen. Im Anschluss führt der Lehrpfad weiter durch die sumpfige Erlenau, die durch seltene Moose und Farne sehr reizvoll ist.

Der Weg schlängelt sich vorbei an den Teufelssteinen, den Findlingen aus der Eiszeit. Den Endpunkt, den Alpengasthof Liebenberg, erreicht man nach einem Höhenunterschied von rund 300 m. Für den Retourweg kann man dieselbe Strecke gehen oder die asphaltierte Sonnbergstraße nutzen.

Eine gute Stunde ist für den informativen Themenweg einzuplanen. Startpunkt ist beim Tourismusbüro Uttendorf/Weißsee, wo es auch Lehrpfadbroschüren gibt. Mehr dazu gibt’s hier.

Wanderung zum Amertaler See

Eine wunderschöne Tour nicht weit von Mittersill führt zu einem glasklaren Hochgebirgsee, dem Amertaler See auf 2.279 m (Weg Nr. 521). Startpunkt ist der Parkplatz vor dem mautpflichtigen Felbertauernportal. Schon früher zählte der relativ niedrige Übergang des Felber Tauern mit einer Höhe von 2.481 m zu einem der bedeutendsten Passwege über den Alpenhauptkamm.

Das Amertal, das vom Felbertal abzweigt und das früher wegen seiner Einsamkeit auch „Amertaler Öd“ genannt wurde, ist durch die Felbertauernstraße sehr gut erschlossen. Es endet in einem einzigartigen Talkessel, für dessen Entstehung der eiszeitliche Gletscher verantwortlich ist.

Inmitten dieses wunderschönen Talschlusses liegt der Amertaler See. 755 Höhenmeter auf einer Länge von 5,8 km gilt es bei dieser einmaligen Wanderung zu erklimmen. In rund vier Stunden kann man inmitten der unberührten Natur seine Seele baumeln lassen. Ein gewisses Maß an Ausdauer und Trittsicherheit sind aber dennoch erforderlich.

Über die Dürsteinalm zum Zwölferkogel

Für echte Bergsteigerprofis geht es über die Dürsteinalm zum Zwölferkogel. Direkt am Eingang zum Stubachtal neben dem Bauhof Uttendorf besteht die Möglichkeit zu parken. Von dort führt der Weg bergwärts vorbei an der Leitenheimalm und der Seiwaldalm bis zur idyllischen Dürsteingrundalm bzw. zur Dürsteinhochalm auf 1.610m.

Rund 2,5-3 h sind für den Aufstieg zu berechnen. Dort werden die Wanderer schon mit einem wunderschönen Ausblick über das Pinzgauer Salzachtal bis zum Hochkönig und in das Stubachtal bis hin zum Weißsee-Gletscher belohnt. Wer sich aber mit einem faszinierenden Rundumblick verwöhnen lassen will, der nimmt die Anstrengung in Kauf und bezwingt den Gipfel des Zwölferkogels.

Allerdings ist der Steig über das Hochalmkar nur für erfahrene Bergfexe empfehlenswert. Weitere 2 h sind bis zum Erreichen des Gipfelkreuzes einzuplanen. Mehr dazu gibt es hier zu erfahren.